🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx 1️⃣ 2️⃣ 3️⃣ ✅ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ 8️⃣ xxxxx AN RP IV alia
0900 OF Tui sunt caeli V1Modus 4
OF – V1 – V2 – V3 xxx ⏹️ xxx OT 19 - ON xx - BzG 68/22
„Magnus“ Die CAD dt: beginnt nur im Tritus mit „fa“, für den Deuterus die Halbtonspannung „si-do“ konstitutiv. In den Quellen steht die älteste Schicht (frOr: E, A) gegen eine jüngere Entwicklung, die bereits 10. Jahrhundert die Neume zu „do-do“ umdeutet (frOc: Bv, Y). L gibt keinen Hinweis, aber die litterae in MR und Ch ('sursum', 'sursum equaliter') weisen darauf hin, dass bereits in diesen Quellen ungewöhnliches vollzogen wird. Eine mögliche Interpretation dafür ist die Wortausdeutung des Adjektivs „Magnus“. Die Restitution steht nun vor der Frage, der an sich sinnvollen Wortausdeutung zu folgen, oder wie üblich der ältesten Schicht den Vorrang zu geben. Das 'e' vor dem Tractulus in E deutet nicht auf einen unisonischen Anschluss an das Responsum hin, sondern verlangt wie dort ein „mi“ zu singen. Das zweite 'e' plus 'inferius' bestätigt das. E, erst gegen das Jahr 1000 aufgeschrieben, trotzdem der älteren Tradition verpflichtet, schreibt gegen die westfränkische Tradition an.
„circui-tu“ kein si-be-molle: Mp notiert „sol-sa“. Auffällig ist die melodische Differenz zwischen A (sol-si) und Y (la-do). Kl als prominentester Vertreter der do-Revision weicht mit den ersten beiden Tönen auf „sol-do“ aus und bestätigt somit indirekt E: einerseits mit dem „inferius“ unterhalb des ersten Tons und andererseits mit dem „levare“ oberhalb des zweiten Tons.
„ma-ris“ Auch hier gibt Kl einen Hinweis auf das „si-naturale“; vgl. auch den Kontext: nachfolgendes do auf „mo-tum“!
„tu domine“ Parallelstelle zu V3 „et in virtute“. siehe dort.
Vgl. zur Thematik des „si-naturale“ auch den Jubilus des AL 4*.
V1. Groß und Furcht gebietend ist er über alle um ihn her. Du beherrschst das ungestüme Meer; wenn sich seine Wogen erheben, so stillst du sie. V1 He is great and awesome over all around him. You rule the impetuous sea; when its waves rise, you calm them.
“circui-tu” not B flat minor: Mp notes “G-B flat minor.” The melodic difference between A (sol-si) and Y (la-do) is striking. Kl, as the most prominent representative of the do revision, deviates with the first two notes to “sol-do” and thus indirectly confirms E: on the one hand with the ‘inferius’ below the first note and on the other hand with the “levare” above the second note. “ma-ris” Here, too, Kl gives an indication of the “si-naturale”; cf. also the context: subsequent do on “mo-tum”!
On the subject of the “si-naturale,” cf. also the jubilus of AL 4*.

