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🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx ✅ 2️⃣ 3️⃣ 4️⃣ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ 8️⃣ xxxxx AN RP IV alia
0645 CO Ego vos elegiModus 1
0641 ⟽ CO 1 ⟾ 0648 xxx ⏹️ xxx GT 436 - GN 1/208 - BzG 30/22
„Ego“ FML rever auf zwei Silben aufgeteilt. Legt Tenor „la“ fest.
„vos“ nkPrr breitet aus und verweist trotzdem weiter.
„mundo“ FML A-Prr auf „fa“.
„ut eátis“ Nach einem rudimentären TrcINT abermals FML A-Prr, nun auf „sol“.
„afferatis“ FML quia und CAD minima.
Die drei Centones sind eher individuell als formal komponiert:
• „Egó vós elegi de mundo“ steigt vom Tenor „la“ ab zur Finals „re“. „Egó“ und „vós“ führen zum höchsten Ton der gesamten CO „do“ und schöpfen so den Tonraum des 1. Modus aus („do-do“).
• „ut eátis et fructum áffératis“ Tenorebenen „sol - la - fa“. Die CAD auf „fa“ gibt dem Satz einen positiven, frohen Charakter, um im letzten Cento wieder zur Ernsthaftigkeit des 1. Modus zurück zu kehren:
• „et fructus vester maneat“. Die CAD mega bestätigt die Wichtigkeit der Aussage.
Sehr fragwürdig sind die beiden 'equaliter' bei “fructus 'e' vester 'e' maneat“. Beide müssen als Beweis für einen kleinen Nebenton des Epiphonus verstanden werden (Bv34,Y etc.), so wäre das für ein Beweis seiner Dekadenz schon in E (Ende 10. Jahrhundert). Wir interpretieren die beiden 'e' als Schreibfehler.
Ich habe euch aus der Welt erwählt, damit ihr geht, und Frucht bringt,
und damit eure Frucht bleibt.
I have chosen you out of the world so that you may go and bear fruit
and that your fruit may remain.
The two ‘equaliter’ in “fructus ‘e’ vester ‘e’ maneat” are highly questionable. The first could still be understood as a failed signal for the cento transition. If the second is understood as evidence of a second tone of the epiphonus (Bv34,Y etc.), this would be proof of its decadence for E. We interpret the two ‘e’ as clerical errors.

