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🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx ✅ 2️⃣ 3️⃣ 4️⃣ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ 8️⃣ xxxxx AN RP IV alia
0054 IN Exaudi domine --- tibi dixitModus 1
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GT 241
BzG 33/20 - GN 1/213
Centologisch gesehen besteht der IN aus drei Zeilen, denen ein Incipit des 3.Modus vorangestellt ist: „Exaudi domine“ und ein zweifaches „Alleluia“ 1TER de5 nachgestellt ist. Die drei Zeilen:
„vocem meam / qua clamavi ad te / alleluia“
„tibi dixit cor meum / quaesivi vultum tuum
„vultum tuum domine requiram / ne avertas faciem tuam a me,“
sind um eine Zentralformel gruppiert die aus Clv „fa-re“ und Akzentpes „fa-la“ besteht. dem der Abstieg „sol-fa“ folgt. Eingeleitet sind die Teilen mit 1NOV typ einakzentig (gag): Rezitation „sol“, Akzent „la“, von dem die Melodie stufenweise zum „fa“ geht. Den Schluss der Zeile bildet 2INC cad, der Abstieg vom „fa“ zum „re“.
A Die kTerz-Clv ist zum Halbton verkürzt (Bv, Kl, Zt und E 'sursum' gegenüber sonst 'mediocriter'. Textausdeutung, spannungsvoller Notschrei. „ad“ der Epiphonus verhindert einen(Akzent-)Pes.
B nkPesSbp, die Meditationsneume steht auf der Endsilbe des Wortes „quaesivi“. „vultum“ ist mit FML PeCl angereichert. Es gibt keinen Grund hier ein „sa“ zu verwenden. Zt, Mod und Mp schreiben mit ihrer Schlüsselung zwar „mi“, aber Kl schreibt „do“. Das mystische Angesicht des Herrn, „vultum domini“ ist mit einem Tritonus besser umschrieben als mit einem biederen „sa“.
C „fáciem“ führt zum „mi“, der Akzent ist mit nkPes besetzt.
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1NOV typ
C Der Cento 1NOV typ ist in der dritten Zeile (C) unverändert verwendet. Akzent „la“ bei „dómine“. Der Abstieg führt weiter bis zum „re“.
B Der Quart-Pes “ti-bi„ sorgt für unisonischen Anschluss. Der Cento schließt klassisch mit „fa“, aber es folgt eine Formula potestatis (FML pot) auf „me-um“. In der Zeile C ist diese FML auf eine Silbe reduziert und nach vorne unisonisch angeschlossen.
A Wieder modifiziert der unisonsiche Anschluss den Cento, der Akzent “me-am„ trägt den klassischen kurrenten Akzent-Trorculus.
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2INC cad
C Die fallende Linie „fa-mi-re“ ist mit FML PeCl angereichert, dazu trägt “á me„ einen Akzent-Pes.
A Hier ist die fallende Linie „alleluia“ mit zweimal Porrectus sozusagen 'gegen den Strich gebürstet'. Das „alleluia“ ist eben kein Abschluss!
B Die Kadenz mega auf „fa“ hingegen ist ein Abschluss, modern gesprochen auf der parallel Dur-Tonart, sozusagen Halbschluss des Introitus.
Erhöre, Herr,
meine Stimme, mit der ich zu dir rief, Halleluja.
Mein Herz sprach zu dir: Dein Angesicht habe ich gesucht!
Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. Wende dein Angesicht nicht von mir,
Halleluja, Halleluja.
Hear, Lord,
my voice with which I called to you, alleluia.
My heart said to you: I have sought your face!
I will seek your face, Lord. Do not turn your face from me,
Hallelujah, Hallelujah.