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gr_indiv:0047

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🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx 1️⃣ 2️⃣4️⃣ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ 8️⃣ xxxxx AN RP IV alia


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0047 IN Ego autem sicut olivaModus 3

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GT 424
BzG 58/9 + GN 2/142


„Ego autem“ Klassisches Incipit des 3.Modus. Einklangssalicus „mi-mi-fa“ gefolgt von Pes „re-sol“.
„autem“ Die Circulatio-Figur um „la“ zeigt die ganze Breite der melodischen Entwicklung vom 10. ins 13. Jahrhundert. MR, Y, Kl, Mp schließen die Neume unisonisch dem vorherigen Pes an und beginnen daher mit „sol“. „la“ als erster Ton ist zweifelsfrei zu lesen in Ch, A, Ben, Zw, Mod, vor allem aber in E durch das 'altius'. Außer Frages steht die fallende Linie „si-la-sol“. Der Aufstieg zum „do“ in Kl, Zw, Mod, Mp ist do-Revision. In Y ist es vermutlich bloß Vertauschung der beiden Gipfeltöne der Neume.
Eigentliches Thema ist der Aufstieg zum „do“ am Ende der Silbe „au-“. Ch füllt den Raum „sol-do“ einfach auf (plerosis), MR nicht. Das Quilisma zwingt den nächsten Ton mindestens eine Terz höher. Ob die Bivirga-Graphie am Ende „si-do“ ist wie in A, oder Bivirga „do-do“ wie in Zw ist nicht eindeutig. Auch Kl und Mod fröhnen der plerosis, Die Lösung in Mp „sol-la-do“ widerspricht der Position des Quilisma in E, so bleibt nur MR als Zeuge für E, wenn die Bivirga „si-do“ ist.

„fructi-fi-cavi“ Bv zum „mi“, Bam folgende Virga spricht für „mi“, ebensoCh, Mp

„dei me-i“ Der Gipfelton si/sa steht in Bezug zum „do“, nicht zum unteren „fa“.

TrcINT
„an-te conspectum“ Ch + E notieren Trc, L fehlt. Die frühen diastematischen Quellen, Benevent und Aquitanien sind zur Clv reduziert. Interessant sind die Buuchstaben in E. Sie legen den Intonationstorculus in unserem Sinne eindeutig fest: Der Ton vor dem Trc ist „inferius mediocriter“ ein „la“. Der erste Ton des Trc ist „inferius“ daher „sol“.


gr_indiv/0047.1743498691.txt.gz · Zuletzt geändert: von xaverkainzbauer

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