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🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx 1️⃣ 2️⃣ 3️⃣ ✅ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ 8️⃣ xxxxx AN RP IV alia
0501 OF Confirma hoc deusModus 4
OF – V1 – V2 – V3 xxx ⏹️ xxx GT 255 - GN 1/219 - BzG 29/76, 33/27
Dem si-be-molle des Graduale Romanum aber auch des Graduale Novum ist zu widersprechen. Konstitutive Intervallspannnung des 4. Modus ist die reine Quint mi - si (e-h). Erst das Anheben des Rezitationstones mi zum fa schon im 11.Jahrhundert (cf: „quod“, „ti-bi“) macht das „si“ zum „tritonus“. Nur Zt, Mod und Mp notieren „sa“ (b). Auch das konsequente „do“ in Kl spricht für „si“! cf. das Typushalleluja des 4. Modus 0294 etc.
Das „häretische“ cis am Beginn des OF „Confirma hoc“ (BzG 33/27) ist ein musiktheoretisches Problem des Hochmittelalters. Da das Quilisma nicht erklingt, war die Frage c oder cis für das 8.Jahrhundert nicht existent.
„tibi - reges“
Dieser Scandicus flexus resupinus (ScaFR) oder Scandicus flexus (ScaFlx) kommt im
Zweimal unmittelbar nebeneinander steh die Neume Scandicus flexus resupinus (ScaFR) oder Scandicus flexus (ScaFlx) «tibi offerent reges». Die Frage ist, welche Bedeutung hat das letzte Graphem der Neume, das Oriscus-Zeichen? Steht es an Stelle einer resupinen Virga um ihre Leichtigkeit auszudrücken a) 5 Töne ScaFR «re-fa-sol-mi-fa», oder definiert es die Flexus-Note näherhin als Ténor b) 4 Töne ScaFlx «re-fa-sol-fa».
diastematisch:
Benevent und Aquitanien sind sich einig in Antwort a). Die jüngeren diastematischen Quellen aber machen nachdenklich: Kl und Zt interpretieren beim ersten Mal a), beim zweiten Mal b). Mp umgekehrt erst b), dann eine Art a). Mod beidemal alos b). Hier wird auch sichtbar, dass das Quilisma erst sehr spät als ‹Ton› interpretiert wird.
adiastematisch:
MR Die Prr-Graphie ist in beide Richtungen interpretierbar: unisonischer Prr wenn b).
Ch endet mit Oriscus-Graphie, die hier kein ‹Halbton-Pes› sein kann, aber sicherlich den Ténor «fa» festlegt. Auch hier, der letzte Ton der Clivis-Graphie kann “mi“ oder “fa“ sein. In
L fällt initio debilis für «sol» auf. Wiederum, der letzte Ton der Clivis-Graphie kann “mi“ oder “fa“ sein. Auffällig ist das ‹nectum› oder ‹non› beim “tibi“, das für die Leichtigkeit des letzten Tones spricht. In
E ist im ersten Fall die Töne durch Buchstaben näherhin festgelegt: zweiter Ton ‹sursum›, also “fa“. Das ‹celeriter› auf der Clv entspricht dem ‹initio debilis› in L. Entscheidend ist aber das ‹sursum›. Es kann sich nur auf den zweiten Ton der Clv beziehen, daher Lösung b) !
Stärke das, Gott / was du in uns gewirkt [vollbracht] hast von deinem Tempel aus, der hoch über Jerusalem ist. Dir mögen die Könige Gaben darbringen, Halleluja. Strengthen, God, what you have wrought in us from your temple, which is high above Jerusalem. May the kings offer gifts to you, alleluia.

