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🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx 1️⃣ 2️⃣ 3️⃣ 4️⃣ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ ✅ xxxxx AN RP IV alia
0293 AL Angelus domini (min)Modus 8
GT 201 - GN 1/171 - BzG 31/11 xxx ⏹️
Die BzG verzichten hier auf C als Quelle, weil „Text und Neumen von späterer Hand“ sind und nehmen stattdessen E zur Basis ihrer Restitution. Die a.m. in C ist allerdings nicht (kaum) jünger als die Neumen in E.
„Al-leluia“ Es ist Regel des Hochmittelalters, dass das Incipit eines Stückes der Finalis entsprechen muss (vgl.: IN „Ad te levavi“ noch im GT! Dem entspricht hier nur E und Kl! Alle anderen beginnen wie der Vers mit dem Pes „do-re“). Der Cephalicus zeigt hier den Verzicht auf einen der beiden Töne an, ergo „re“ (vide Ch!, L ist leider radiert).
„Allelu-ia“ Es gibt keinen Grund im 8. Modus si-be-molle zu verwenden ; Kl (+A) geht zum „do“. Bereits Agustoni bezeichnet das si-be-molle im 8. Modus als „sehr fragwürdig“ (EIGG s.53).
„domi-ni“ Der Oriscus ist zwar eine Note aber kein Ton. Er ist ein Definitionszeichen und etabliert hier die Finalisebene.
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V1. Ein Engel des Herrn stieg vom Himmel herab / trat [an das Grab] herzu,
wälzte den Stein [vom Eingang] hinweg / und setzte sich darauf.
V2. Der Engel antwortete, er sprach zu den Frauen / Wen sucht ihr?
Jene aber antworteten /
Jesus von Nazareth.
V1 An angel of the Lord descended from heaven / approached [the tomb],
rolled away the stone [from the entrance] / and sat on it.
V2. The angel answered and said to the women, / Whom seek ye?
But they answered / Jesus of Nazareth.

