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gr_indiv:0154

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🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx 1️⃣ 2️⃣4️⃣ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ 8️⃣ xxxxx AN RP IV alia


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0154 IN Tibi dixit cor meumModus 3

0145IN 30155 xxx ⏹️ xxx GT 88 - GrN 1/69 - BzG 24/27 - SX ..BCKS


Struktur: AB - CF - Nur 2 Perioden, die aber nicht von einander abgesetzt sind.

A 3INC i „Tibi di-xit Wieviel lässt sich aus der Adiastemie herauslesen? Lässt etwa L mit der ersten Silbe „Ti-bi“ einen Pes sol-do erkennen? Wenn das ‹sursum› in E und die Graphie in L nicht bedeuten, dass der obere Ton des Pes höher ist als die folgende Silbe, dann bedeutet die Virga zwischen den beiden Tristrophae auch nicht, dass sie «do» sein muss. Das 'equaliter' in E ist auch nicht als 'Halbton' zu lesen, sondern als spätere Korrektur auf dem Weg zur 2. Gregorianik. Grundsätzlich ist die Tristopha eine Neume, die eine si-Rezitation zum „do“ hebt, so bei der ersten Tristropha. Nun müsste auch die zweite Tristropha vom „si“ eingeleitet sein: so in A+Y. Bv und alle jüngeren Quellen schreiben aber „do“. Beachtenswert ist die Schreibung dieser Neume in den adiastematischen Quellen Virga 'equaliter', MR + Ch schreiben den zweiten Strophicus höher als den ersten um der Virga Raum zu geben höher als der erste Strophicus zu stehen. Offensichtlich bleiben A+Y alleine.
Die Frage ist nun, war immer schon die ganze Silbe 'equaliter' und A+Y sind eine gedankenlose Schematisierung, oder verbirgt sich hinter dem „si“ eine ältere Tradition bereits mit L (930) allgemein verlassen war?
Bleibt noch die Frage, ob der nkPes „Ti-bi“ nicht doch zum „do“ führen muss (E, L).

B DT TER : CAD DT eine Qing höher transponiert und ihn abschließende Clkv, daher Colon.
C 3INC i Der Beginn der 2. Periode nimmt den Aufstieg des Incipit auf („sol-si“) und wiederholt den Clm des 1. Cento „cor me-um “ = „vultum tu-um“. Ebenso ist der zweifache nkPes des 2. Cento zitiert: „quaesivi“ = „requiram“. Der Gedanke, dass auch hier der zweite nkPes tiefer steht „fa-sol“ liegt nahe und ist durch Kl bestätigt, hat aber keine Entsprechung in den adiastematischen Quellen.
F DT TER f Auch der letzte Cento beginnt mir „sol-si“, führt weiter mit 1TER de5 „faciem tu-“, kippt dann aber in die
doppelte Clm-Bewegung der DT TER f.

Mein Herz denkt an dein Wort / Dein Angesicht habe ich gesucht!
Dein Angesicht, Herr, will ich suchen / Wende dein Gesicht nicht ab von mir.

My heart remembers your word / I have sought your face!
Your face, Lord, I will seek / Do not turn your face away from me.

gr_indiv/0154.1775732648.txt.gz · Zuletzt geändert: von xaverkainzbauer

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