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🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx 1️⃣ 2️⃣ 0️⃣ 3️⃣ 4️⃣ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ ✅ xxxxx AN RP IV alia
0872 AN Inundaverunt aquaeModus 8
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„inundave-runt“ + „per-ii“ Das AMn 2005 setzt entgegen dem AM 1934 zu diesen beiden Silben ein si-be-molle („sa“), ein eklatantes Beispiel von Tritonusphobie, die aber bereits die diastematischen Quellen weitgehend befallen hat. Bei „inundaverunt“ schreibt Wc „sa“, alle anderen weichen mit „la“ der Problemstellung aus. H fordert mit 'altius' einen höheren Ton als „la“. Bei „perii“ weist Ka mit dem „do“ auf ein ursprüngliches „si“ hin. Tol + Bv notieren keine Vorzeichen, Wc + Fo notieren „sa“.
Die Antiphon ist 8. Modus, der kein si-be-molle kennt. An diesen beiden Stellen eine Tritonusspannung zu sehen, entspricht nicht den melodischen Gegebenheiten. Im ersten Fall ist der Ténor „sol“ und das „fa“ nur ein Wechselton, im zweiten Fall Ténor „la“ fällt das „si“ zum „sol“, das folgende „fa“ ist melodisch nicht mehr relevant. Nicht zu vernachlässigen ist hier auch die Textausdeutung: „inundavérunt - p´rrii“
● Die Wasser schlagen zusammen über meinem Kopf, zugrunde gehe ich. Ich will deinen Namen anrufen, Herr, mein Gott.
● The waters beat together over my head, I perish.
I will call on your name, Lord my God.

