| <fc #4682b4>"Magnus"</fc> Die **CAD dt:** beginnt nur im Tritus mit "fa", für den Deuterus die Halbtonspannung "si-do" konstitutiv. In den Quellen steht die älteste Schicht (frOr: E, A) gegen eine jüngere Entwicklung, die bereits 10. Jahrhundert die Neume zu "do-do" umdeutet (frOc: Bv, Y). L gibt keinen Hinweis, aber die litterae in MR und Ch ('sursum', 'sursum equaliter') weisen darauf hin, dass bereits in diesen Quellen ungewöhnliches vollzogen wird. Eine mögliche Interpretation dafür ist die Wortausdeutung des Adjektivs "Magnus". Die Restitution steht nun vor der Frage, der an sich sinnvollen Wortausdeutung zu folgen, oder wie üblich der ältesten Schicht den Vorrang zu geben. Das 'e' vor dem Tractulus in E deutet nicht auf einen unisonischen Anschluss an das Responsum hin, sondern verlangt wie dort ein "mi" zu singen. Das zweite 'e' plus 'inferius' bestätigt das. E, erst gegen das Jahr 1000 aufgeschrieben, trotzdem der älteren Tradition verpflichtet, schreibt gegen die westfränkische Tradition an.\\ | <fc #4682b4>"Magnus"</fc> Die **CAD dt:** beginnt nur im Tritus mit "fa", für den Deuterus die Halbtonspannung "si-do" konstitutiv. In den Quellen steht die älteste Schicht (frOr: E, A) gegen eine jüngere Entwicklung, die bereits 10. Jahrhundert die Neume zu "do-do" umdeutet (frOc: Bv, Y). L gibt keinen Hinweis, aber die litterae in MR und Ch ('sursum', 'sursum equaliter') weisen darauf hin, dass bereits in diesen Quellen ungewöhnliches vollzogen wird. Eine mögliche Interpretation dafür ist die Wortausdeutung des Adjektivs "Magnus". Die Restitution steht nun vor der Frage, der an sich sinnvollen Wortausdeutung zu folgen, oder wie üblich der ältesten Schicht den Vorrang zu geben. Das 'e' vor dem Tractulus in E deutet nicht auf einen unisonischen Anschluss an das Responsum hin, sondern verlangt wie dort ein "mi" zu singen. Das zweite 'e' plus 'inferius' bestätigt das. E, erst gegen das Jahr 1000 aufgeschrieben, trotzdem der älteren Tradition verpflichtet, schreibt gegen die westfränkische Tradition an.\\ |