Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


gr_indiv:0511

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
gr_indiv:0511 [2020/11/04 17:21] – angelegt georgwaisgr_indiv:0511 [2025/12/07 12:31] (aktuell) xaverkainzbauer
Zeile 1: Zeile 1:
-====== 0511 ======+[[cento:centologia#centones_missalis|🔘]] [[0002|IN]] [[0180|GR]] [[grad:0456|TR]] [[0324|AL]] **<fc #BD0C11>OF</fc>** [[0615|CO]] <fc #ffffff>xxxxx</fc>  
 +[[0480|1️⃣]] [[0479|2️⃣]] [[0494|3️⃣]] [[0481|4️⃣]] [[0490|5️⃣]] [[0502|6️⃣]] [[0504|7️⃣]] ✅  
 +<fc #ffffff>xxxxx</fc> [[ant:0004|AN]] [[ant:7001|RP]] [[ant:9815|IV]]  [[alia:alia|alia]] 
 +------------------ 
 +[[0499]] ⟽ **[[cento_gr:cento_of8|OF 8]]** ⟾ [[0515]] 
 +{%syn:title:grad:0511%} 
 +**<fc #BD0C11>OF</fc>** – [[0898|V1]] – [[0899|V2]] <fc #ffffff>xxx</fc> [[grad:0511|⏹️]] 
 +<fc #ffffff>xxx</fc> GT 46 - GN 1/26 - BzG 22/18   
 +------- 
 +BzG 68 revidiert BzG 22 zurück zum si-be-molle und beruft sich dabei vor allem auf Pothier! Der tiefere Grund für diese Re-revision ist nicht nachvollziehbar. Der 8. Modus hat grundsätzlich kein si-be-molle. Eine modale Centonisation liegt nicht vor, höchstens sind Teile der Melodie als 5. Modus zu interpretieren, ebenfalls absolut ohne si-be-molle! Die Circulatio "//tunc//" und "sae-//cu//-lo" ist mit einem Halbton oben nicht vorstellbar!
  
-==== Responsum ==== +{{ :of_indiv:gph_0511.png?180|}} 
-[[grad:0511|↖️]] OF +<fc #4682b4>"//se//-des"</fc> Die Clv in Bv Terz (so-la), in A+Y Sekund (do-si). Weitere Zeugen sagen dazu nichts aus, nur E. Die beiden nkClv "para-//ta//" mit zuvor inferius (la-sol), und "//se//-des" darüber "altius" und unter dem zweiten Ton "sursum" lässt eigentlich nur eine SecundClivis zu (do-si). \\ 
-<fc #ff0000>Deus enim firmavit</fc>\\+<fc #6495ed>"se-//des//"</fc> Obwohl keine andere Quelle es beweist, ist das "equaliter" in E ernst zu nehmen: Das Ende der Porrectusbewegung "do-sol-si/do"  ist unisonisch mit dem nachfolgenden Tractulus, der als Note vor dem Strophicus nicht unisonisch mit diesem sein kann. Daher "do-sol-si". \\ 
 +<fc #6495ed>"se-//des//"</fc> Die artikulatorische Revision des Pes sbp in BzG 68 im Vergleich zu BzG 22 wird zwar dem anfangsartikulierten "sol" gerecht, ignoriert aber aufgrund der traditionell unterschiedslosen Schreibkonvention der Clm-Bewegung das "celeriter" auf der Vrg "si".
  
-BzG 68 revidiert BzG 22 zurück zum si-be-molle und beruft sich dabei vor allem auf Pothier! Der tiefere Grund für diese Re-revision ist nicht nachvollziehbarDer 8. Modus hat grundsätzlich kein si-be-molleEine modale Centonisation liegt nicht vorhöchstens sind Teile der Melodie als 5. Modus zu interpretieren, ebenfalls absolut ohne si-be-molleDie Circulatio "//tunc//" und "sae-//cu//-lo" ist mit einem Halbton oben nicht vorstellbar!+ 
 +  Gott nämlich hat den Erdkreis fest gegründet / nie wird er wanken.\\ 
 +  Dein Thron steht fest von Anbeginn, Gott / du bist seit Ewigkeit! 
 +   
 +  For God has firmly established the earth / it will never waver.\\ 
 +  Your throne has stood firm from the beginning, God / you have been from eternity! 
 + 
 +BzG 68 revises BzG 22 back to B-flat minor, citing Pothier in particularThe underlying reason for this re-revision is unclearThe 8th mode does not generally have a B-flat minorThere is no modal centonisation; at mostparts of the melody can be interpreted as the 5th mode, also absolutely without B flat minorThe circulatio “//tunc//” and “sae-//cu//-lo” is inconceivable with a semitone above!\\
  
 {{ :of_indiv:gph_0511.png?180|}} {{ :of_indiv:gph_0511.png?180|}}
-"//se//-des" Die Clv in Bv Terz (so-la), in A+Y Sekund (do-si). Weitere Zeugen sagen dazu nichts ausnur E. Die beiden nkClv "para-//ta//" mit zuvor inferius (la-sol), und "//se//-des" darüber "altius" und unter dem zweiten Ton "sursum" lässt eigentlich nur eine SecundClivis zu (do-si). +<fc #6495ed>"se-//des//"</fc> The Clv in Bv third (so-la), in A+Y second (do-si). Other witnesses say nothing about thisonly E. The two nkClv para-//ta//” with inferius (la-sol) beforeand “//se//-des” above ‘altius’ and below the second tone “sursum” actually only allows for a SecundClivis (do-si).
 +<fc #6495ed>"se-//des//"</fc> Although no other source proves it, the ‘equaliter’ in E must be taken seriously: the end of the porrectus movement “do-sol-si/do” is in unison with the following tractulus, which, as a note before the strophicus, cannot be out of unison with it. Hence “do-sol-si”.\\ 
 +<fc #4682b4>//“de//-us”</fc> The articulatory revision of the Pes sbp in BzG 68 compared to BzG 22 does justice to the initially articulated “sol,” but ignores the ‘celeriter’ on the Vrg “si” due to the traditionally undifferentiated writing convention of the Clm movement. 
 +------- 
 +{%syn:analyse:grad:0511%} 
 + 
  
-"se-//des//" Obwohl keine andere Quelle es beweist, ist das "equaliter" in E ernst zu nehmen: Das Ende der Porrectusbewegung "do-sol-si/do"  ist unisonisch mit dem nachfolgenden Tractulus, der als Note vor dem Strophicus nicht unisonisch mit diesem sein kann. Daher "do-sol-si" 
  
-//"de//-us"  Die artikulatorische Revision des Pes sbp in BzG 68 im Vergleich zu BzG 22 wird zwar dem anfangsartikulierten "sol" gerecht, ignoriert aber aufgrund der traditionell unterschiedslosen Schreibkonvention der Clm-Bewegung das "celeriter" auf der Vrg "si". 
  
-==== 1. Vers ==== 
-[[grad:0898|↖️]] V1 
-<fc #ff0000>Dominus regnavit</fc> 
-{{ :of_indiv:gph_0898.png?180|}} 
  
-//"Do//-minus"  Ende des Melismas: Der Abstieg nach "do-do-la" zum "fa" ist durch "inferius" belegt. Nach herkömmlichem Verständnis führt der Strophicus von einem vorherigen tieferen Ton auf "do" (bzw. fa). An dieser Stelle dürfte E bereits die do-Revision abbilden. Das "levare mediocriter" hebt den Ton vor dem "equaliter" bereits auf das "do", was durch das "equaliter" nochmals bestätigt wird. 
  
-==== 2. Vers ==== 
-[[grad:0899|↖️]] V2 
-<fc #ff0000>Mirabilis</fc> 
  
  
-{{:of_indiv:gph_0899_b.png?180 |}} 
-"cre-//di//-**bí**lia" ist ein akzentvorbereitender Trc. In den frühen diastematischen Handschriften A führt der Trc bereits zum "do" (nicht in Mp!). Diesem Stand entspricht E. Wie immer man das "equaliter" in E werten will, es verweist auf den ersten Ton der Silbe "bí" als "si" (wie bei A). Unsere Lösung bleibt, entgegen den Quellen, der klassische akzentvorbereitende Torculus zwischen "sol" und "si". L und Ch widersprechen dem nicht. 
  
  
-{{ :of_indiv:gph_0899.png?220|}} 
-"di-//e//-rum"  Die si-be-molle in diesem Melisma sind schlechterdings unglaubwürdig. Der erste Teil des Melismas (24 Töne): //Alle// Quellen (auch L ~930) erreichen den Strophicus unisonisch, bereits ein Merkmal der 2. Gregorianik. Authentischer Choral müsste den Strophicus vom "si" aus erreichen. Ob es sich hier um frühe do-Revision handelt oder eine Spezialität der Soloverse des Offertoriums, ist nicht zu entscheiden. 
gr_indiv/0511.1604506878.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)

Donate Powered by PHP Valid HTML5 Valid CSS Driven by DokuWiki