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cento_an:8inc_princ

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8INC princ

Incipit principale de Tetrardus plagalis

Dieses Incipit ist durch drei Elemente bestimmt:

  • durch den ersten Akzent als Hauptakzent über den Quartpes zum „do“,
  • den letzten Akzent, der zum „sol“ kadenziert und
  • die unterschiedlich vielen Silben und Akzente dazwischen.

ACCENTUS PRIMUS

Bei diesem Cento ist der erste Akzent die Hauptaussage. Praetonische Silben liegen auf der Finalis „sol“. Der Akzent springt zum „do“ auf, die posttonische Silbe ist immer „la“. Ist die erste Silbe bereits der Akzent, so trägt die den nkPes „sol-do“.

kurrenter Pes Bei einer praetonischen Silbe wird der Pes auf die zwei Silben aufgeteilt und die zweite Silbe erhält ein Portamento, sie ist eine Virga urgens (ein kPes). Weitere praetonische Silben werden additiv davor gesetzt. Das Akzent-„do“ ist tatsächlich nur eine Virga. Das bestätigen die frühesten diastematischen Quellen (cf:0542 „Nolíte“, T1 legt mit Quilisma die Tonhöhe „do“ fest“). Die Feinheit eines Portamento (kPes) von H + MR wird in den frühen diastematischen Quellen vernachlässigt, in den späteren Quellen jedoch wir daraus ein voller Pes, ja sogar ein Pes mit Verdopplung des oberen Tons (ew.g.:0011 Fo, Lc). Aber auch in den frühen diastematischen Zeugen taucht an dieser Stelle bereits ei Pes auf häufiger in Ben (0011, 0036, 0053), viel weniger häufig in Tol (0578, 0780).

nicht kurrenter Pes Der nkPes (die erste Silbe ist der Akzent) wird in H + MR mit Quilisma notiert, um den Aufstieg bis zum Ténor „do“ anzuzeigen. Wäre das Quilisma ein Ton, müsste sich AM fragen, ob dieser Ton ein „la“ ist, wie es Bv2 suggeriert, oder ein „si“, wie es von Tol abzulesen wäre.(e.g.:1066, 1348). Ka schreibt Sca „sol-la-do“ do-Revision, das „si“ muss vermieden werden, also wird der 'dritte Ton' zum „la“ gesenkt. Häufig verdoppelt Bv den oberen Ton des Pes, weiß also um den Quartsprung, will aber kein Jota und Strichlein verlieren… (e.g.:0770, 1113). In Bv1, der älteren Quelle der beneventanischen Familie für das Offizium ist das Quilisma wie in Bv33 zum Messrepertoire eine Besonderheit 1364. Die Quilismabewegung steht selbst für den ersten Ton, verbunden mit dem Zielton Virga.

Lc lebt die volle plerosis: die Quart ist meist zur Tonleiter ausgefüllt.

Deutlich zurückgenommen klingt der letzte Akzent, der als PO mit nkPes sol-la erklingt; als PPO ist er ein kPes fa-la (bzw. sol-la) samt unbetonter Binnensilbe la.


cento_an/8inc_princ.1734867384.txt.gz · Zuletzt geändert: 2024/12/22 12:36 von xaverkainzbauer

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