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1.Periode
B
„quia morti“ Die Rezitation („si“ oder „do“) ist in Tol wegen des Anschlusses zu „me traditurus es“ als „do“ zu lesen, Bv allerdings schreibt „si“. Der Pes auf „qui-a“ ist MR + Bv gemein, so ist auch MR mit si-Rezitation zu interpretieren. Damit scheint es aber logisch, gemeinsam mit Tol auch in H eine do-Rezitation zu lesen.
Fo schreibt in seinem 2.System (aus Versehen?) fünf statt vier Linien. Deshalb verrutschen ihm die Noten ab „ubi constituta“ eine Terz, ab „omnis“ eine Quart nach oben. Mit Beginn der 2.Periode ist das durch Schlüssel korrigiert.
2.Periode
„spe-ro“ Der EinklangsSalicus auf dem Halbton „si-do“ wird in Ka, Wm + Fo als Bivirgha „do“ übertragen: do-Revision. Wc macht daraus einen Porrectus „do-si-do: do_Revision mit Rettung des „si“ und der Tonanzahl.
„spe-ro“ H setzt der Neume einen Oriscus nach. Nur Wc überträgt ihn als Ton, obwohl sich Wc an MR orientiert, MR aber keinen Oriscus verwendet. Das Quilisma wird von allen als Ton übertragen. Die Verdoppelung des Gipfeltons „fa“ entfältt in allen jüngeren Quellen.
“in te„ Fo Diese Neume einfach als Epiphonus „fa“ zu interpretieren (nur der untere Ton) fällt mit Blick auf alle anderen Quellen schwer
„in te“ Fo + Ka führen den einleitenden Pes nur zum „fa“ nicht zum „sol“. Die folgende Circulatio rund um „sol“ beginnt nur in Fo + Bv mit „sol“.
„spero in te“ T2 Diese Stelle ist ein Musterbeispiel für die Leseschwierigkeiten in Tol: Die vielen zusätzlichen Punkte sind nicht immer klar zu deuten; sind es Stockflecken, müßige Kritzeleien oder spätere „Verbesserungen“, in diesem Fall wohl das Letztere. Offensichtlich versuchte jemand den QuartPes mit Durchgangstönen aufzufüllen.
“con-sumptionem„ Die Virga in H verbietet einen tieferen Ton, MR schreibt Tractulus
„emittis“ „erweiterte“ Circulatio.
“ma-num„ ClmRes mit Pressus: ist der Eröffnungston „sol“ do-Revision, wie T2 vermuten lässt (aber nicht T1), oder der Textausdeutung geschuldet?
