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gr_indiv:0039

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gr_indiv:0039 [2023/12/10 10:08] xaverkainzbauergr_indiv:0039 [2026/03/22 11:25] (aktuell) xaverkainzbauer
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-====== 0039 ======+[[cento:centologia#centones_missalis|🔘]] **<fc #BD0C11>IN</fc>** [[grad:0168|GR]] [[grad:0465|TR]] [[grad:0290|AL]] [[grad:0494|OF]] [[grad:0610|CO]] <fc #ffffff>xxxxx</fc>  
 +[[0017|1️⃣]] [[0011|2️⃣]] ✅ [[0001|4️⃣]] [[0012|5️⃣]] [[0008|6️⃣]] [[0003|7️⃣]] [[0002|8️⃣]]  
 +<fc #ffffff>xxxxx</fc> [[ant:0034|AN]] [[ant:7012|RP]] [[ant:9831|IV]]  [[alia:alia|alia]] 
 +------------------ 
 +[[0038]] ← → [[0040]] 
 +{%syn:title:grad:0039%} 
 +[[0037]] ⟽ **[[cento_gr:cento_in3|IN 3]]** ⟾ [[0042]] <fc #ffffff>xxx</fc> [[grad:0039|⏹️]] 
 + <fc #ffffff>xxx</fc> GT 249 - GrN 1/76 - BzG 25/20 
 +------- 
 +<fc #4682b4>"//et ef//-fundam"</fc> Der codex E ist zwar das älteste vollständige neumierte Missale das wir besitzen (knapp vor 1000), doch ist bereits der Anfang der do-Revision zu erkennen. Die opinio communis liest das 'equaliter' als Hinweis auf unisonischen Anschluss oder Halbtonverhältnis. Hier trifft beides auf einer einzigen Silbe zu: 
 +{{ :gr_indiv:0039_e_gegen_l_.png?300|}} 
 +Bv33+34, A, auch L und MR schreiben "si", Ch, Y und alle jüngeren Quelle sind bei "do" gelandet.  
 +Das durch die ältesten Quellen als unisonisch bestätigte 'equaliter' wird in E nachträglich (?) mit 'levare' korrigiert.  Oder lässt der codex E diese Frage offen, indem er sowohl ‚equaliter‘ = „si“ als auch ‚levare‘ = “do“ zur Silbe “et“ schreibt? Das ‚equaliter‘ ist hier sicher nicht als Halbtonhinweis zu lesen. 
 +Das Problem "si" gegen "do" ist hier weder als Unterschied frOc - frOr darzustellen, noch zwingend als  ältere oder jüngere Interpretation zu verstehen. Es könnte auch der Textinterpretation geschuldet sein, einer sicheren Heilszusage an das Volk Gottes.
  
-[[grad:0039|↖️]]+Interessant ist die Behandlung der Silbe „ter-ris“ im GN. Einerseits wird zwar die Anfangsartikulation der Neume berücksichtigt, andererseits aber weder die do-Revision wahrgenommen (vide A+Y, Zt, Mod), noch dem ‚celeriter‘ über der Clv-Graphie entsprochen.
  
-GT 249\\ +  Wenn ich mich bei euch als heilig erwiesen haben werde / werde ich euch aus allen Ländern versammeln. 
-BzG 25/20 + GrN 1/76+  Und ich werde reines Wasser über euch ausgießen. 
 +  und ihr werdet gereinigt werden 
von all euren Unreinheiten Und ich werde euch einen neuen Geist geben. 
 +   
 +  When I have proved myself holy among you / I will gather you from all countries. 
 +  And I will pour out clean water on you. 
 +  And you will be cleansed from all your impurities And I will give you a new spirit.
  
 +<fc #4682b4>"//et ef//-fundam"</fc> Although codex E is the oldest complete neumised missal that we possess (just before 1000), the beginning of the do-revision can already be recognised. The opinio communis reads the “equaliter” as an indication of a unison connection or semitone relationship. Here, both apply to a single syllable:
 +{{ :gr_indiv:0039_e_gegen_l_.png?300|}}
 +Bv33+34, A, also L and MR write “si”, Ch, Y and all more recent sources have ended up with “do”. 
 +The “equaliter” confirmed as unison by the oldest sources is subsequently (?) corrected in E with “levare”.  Or does the codex E leave this question open by writing both “equaliter” = ‘si’ and “levare” = “do” to the syllable ‘et’? The “equaliter” here is certainly not to be read as a semitone indication.
 +The problem of ‘si’ versus ‘do’ is neither to be understood as a difference between frOc and frOr, nor necessarily as an older or more recent interpretation. It could also be due to the interpretation of the text, a sure promise of salvation to the people of God.
  
-<fc #4682b4>"//et ef//-fundam"</fc> In codex E ist zwar das älteste vollständige neumierte Missale das wir besitzen (knapp vor 1000)doch ist bereits der Anfang der do-Revision zu erkennen. Die opinio communis liest das 'equaliter' als Hinweis auf unisonischen Anschluss **und** Halbtonverhältnis. Das ist als nachträgliches Zurechtinterpretieren zu verstehen. Bei "et effundam" wird das offensichtlich. \\ +The treatment of the syllable ‘ter-ris’ in the GN is interesting. On the one hand, the initial articulation of the neume is taken into accountbut on the other hand neither the do-revision is recognised (vide A+YZtMod)nor is the “celeriter” above the Clv-graphy
-Bv33+34Aauch L und MR schreiben "si si"Ch, Y und alle jüngeren Quelle sind bereits bei "do" gelandet.  +------- 
-Das durch die ältesten Quellen als unisonisch bestätigte 'equaliter' wird in E nachträglich mit 'levare' korrigiert. cf. GrN!\\ +{%syn:analyse:grad:0039%}
- +
-Das Problem "si" gegen "do" ist hier weder als  Unterschied  frOc frOr darzustellen, noch als ältere jüngere Interpretation zu verstehen. +
gr_indiv/0039.1702199292.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)

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