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cento_tr:8aaa

TR 8 AAA

Am Beginn der Tractus tetrardus steht meist ein zweiakzentiger Text, dessen zweiter Akzent der Wichtigere ist (14Fälle) („Laute minum“). Er hat ein bis zwei praetonische Silben. Ist der erste Akzent ein PPOx so wird eine unisonische superveniens eingesetzt („Beá-tus vir qui timet dóminum“). Ist die zusätzliche Silbe praetonisch dem zweiten Akzent zugeordnet, so wird kPes „fa-sol“ verwendet („Sicut cérvus de-derat“). Meist ist der zweite Akzent ein PPOx. Ist er aber ein POx, so verschmelzen zweite und dritte Silbe zu einer einzigen Neume (Clmsppflx). Während der erste Akzent auf „sol“ liegt, ist der zweite Akzent ein Pes „do-re“ (dreitoniger Pes urgens = vier Töne: „sol-do-do-re“). In 0459 ist der zweite Akzent doppelt, eine steile Fügung. Der dreitonige Pes urgens wird zu Bivirga „do“ urgens und nkPes „do-re“.

Ist der Text des Cento mehr als zweiakzentig, dann liegt der wichtigste Akzent immer auf dem dreitonigen Pes urgens. Der hebräisch betonte Namen „is-ra-él“ verhindert allerdings den Hauptakzent. Steht nur ein Akzent davor, so bleibt die übliche Melodie erhalten. Bei einem zusätzlichen Akzent nach dem Hauptakzent folgt eine bestimmte Melodie. Ist kein eindeutiger Hauptakzent auszumachen, so wird die klassische Centomelodie völlig verlassen.

cento_tr/8aaa.txt · Zuletzt geändert: von xaverkainzbauer

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