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cento_tr:2zzz

TR 2 ZZZ


Der Schlusscento ist zweiakzentig.

1. Den letzten Akzent bildet grundsätzlich ein 13-toniges Melisma im Bereich sol-re-la-re
Auf der letzten Silbe folgt ein weitgehend kurrentes 20-Ton-Melisma.
2.Der vorletzte Akzent bildet die Eröffnungsneume: anfangsartikuliert, beginnend auf fa. Eine etwaige praetonische Silbe bildet einen nkPes fa-sol.
Die Neume des vorletzten Akzents kommt in drei Gestalten vor:
a) nach der Anfangsartikulation eine kPrrFlx-Bewegung (Doppelclivis). Der Text fließt weiter, es folgen drei unbetonte Silben: Clv re-do Trc re-mi-re, Virga mi alle kurrent (Cursus trispondiacus).

b) Folgen nur zwei Silben auf den vorletzten Akzent (Trc re-mi-re, Virga mi) so ist die Akzentneume mit Oriscus applicatus bereits auf der dritten Note beendet (fa-sol-fa). Sie wird dadurch etwas gestaut und erhält so etwas mehr Gewicht (Cursus planus).
c) Unabhängig von der Anzahl der folgenden unbetonten Silben kann der vorletzte Akzent auch mit Pressus weiterführen (nkfa, Pressus sol-mi-do). Dieser Akzent ist betont und führt weiter.

3. In vier Fällen greift der Cursus nicht:
• 1045 TR Domine audivi - Auf den vorletzten Akzent folgt nur eine unbetonte Silbe: Trc und Virga verbinden sich zum TrcRes.
• 1042/5 TR Domine exaudi - mánducare pánem méum ( /…/./. ) Zwei Silben zu viel für den Cursus. In dem Fall ist die Neume des letzten Akzents durch ScaFlxRes ersetzt, dem Clv re-do und Virga mi vorausgehen.
• 1046/4 TR Domine audivi - „umbróso et conténso“ Der Text könnte zwar als c.trisponiacus vertont sein ( ./…/. ), wird aber eher als c. tardus behandelt ( ./../.. ) Damit ist „con-denso“
• 1034 TR Deus deus meus Die zusätzliche Formel ist abgewandelt, der ScaFlxRes bleibt erhalten. Eine Rolle spielt auch die Superveniens vor dem Schlussmelisma.

cento_tr/2zzz.txt · Zuletzt geändert: von xaverkainzbauer

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