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🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx ✅ 2️⃣ 0️⃣ 3️⃣ 4️⃣ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ 8️⃣ xxxxx AN RP IV alia xxxxx vide et ⇩
0237 AN Iste est iohannes cui christusModus 1
Íste est iohánnes / cúi chrístus in cruce / matrem vírginem / virgini commendávit.
Leider nur in Ka im 1. Modus überliefert, T1 und Fo2 verwenden 4. Modus.
1INC 5Pes (0236 ← → 0245) einakzentige Form, aber „íste“ wird doch zusätzlich betont, der Ablauf der praetonischen Silben wird verändert, „íste“ ist der höchste Ton. Der Akzent (Scandicus re-la-si? / nkPes la-si urgens de re?) ist mit levare versehen: „si“, oder doch schon ein Hinweis auf die hochmittelaterliche Melodik, vulgo „germanischer Choraldialekt“? Es folgt keine Sinnspitze, daher nicht 1MED, sondern das neutrale
1MED triv, allerdings von oben beginnend zweiakzentig und mit
NMA appl zum „sol“ endend: Doppelpunkt. An Stelle eines 1MED nov folgt
1FML la-fa-re. Diese Formel setzt sich nicht selten auf eine Terminatio de5 oder de3 und steigert sie zum „la“. Hier steht sie als selbstständige Formel/Cento an Stelle des 1MED nov und betont „matrem vírginem“ die dem jungfräulichen Johannes anvertraut wird:
1TER de3 (0232 ← → 0238) der Cephalicus pflegt zu guter Letzt die Hauptaussage: „commen-dá-vit“ indem er sie anstaut.
🔘 IN GR TR AL OF CO xxxxx 1️⃣ 2️⃣ 0️⃣ 3️⃣ ✅ 5️⃣ 6️⃣ 7️⃣ 8️⃣ xxxxx AN RP IV alia

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