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neumen:neuma

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neumen:neuma [2026/03/24 09:07] – [TORCULUS] xaverkainzbauerneumen:neuma [2026/03/28 11:06] (aktuell) – [PORRECTUS] xaverkainzbauer
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 In Bv zeigt ein waagrechter Anstrich an, dass der Ton zuvor tiefer oder gleich hoch ist. Ein fallender Anstrich weist auf einen höheren Ton zuvor hin. Die Graphien von Bv sind mehr an Melodienverläufen interessiert, als an Artikulation.  In Bv zeigt ein waagrechter Anstrich an, dass der Ton zuvor tiefer oder gleich hoch ist. Ein fallender Anstrich weist auf einen höheren Ton zuvor hin. Die Graphien von Bv sind mehr an Melodienverläufen interessiert, als an Artikulation. 
  
-=== TrcACC === **<fc #008080>Akzenttorculus = verbum accens = Trc acc</fc>**\\ +=== TrcACC ===  
-Steht der Torculus am Wortakzent so ist er grundsätzlich ein kurrenter Torculus (kTrc --3).\\ +**<fc #008080>Akzenttorculus = verbum accens = Trc acc</fc>**\\ 
- +Steht der Torculus am Wortakzentso ist er grundsätzlich ein kurrenter Torculus (kTrc --3).\\ 
-In [[grad:0001]] "iucun-//di-ta-tem//" folgen  Trc par - acc - fin unmittelbar aufeinander. Der Trc akz ist ein kTrc. +In [[grad:0001]] "iucun-//di-ta-tem//" folgen  Trc par - acc - fin unmittelbar aufeinander. Der Trc akz ist ein kTrc.\\
 aber: aber:
 [[ant:0045]],[[ant:1152]],[[ant:0110]] [[ant:0045]],[[ant:1152]],[[ant:0110]]
  
-=== TrcFSE === **<fc #008080>Torculus am Satzende Torculus finalis sententiae Trc ter</fc>**\\ +=== TrcGRAV ===  
-Der Satzende-Torculus (finalis sententiae) ist immer ein nicht kurrenter Torculus (nkTrc 123). Er steht immer, unabhängig von Akzenten, auf der vorletzten Silbe und beendet einen SatzMeist steht er auf der FinalisDie übliche Sekund-Bewegung kann durch Quilisma zur Terz erweitert sein, dann gibt er dem Satz Nachdruck (vide RP [[ant:7040]] et  [[ant:7050]], [[grad:0040]])+**<fc #008080>Torculus einer wichtigen Aussage torculus gravis TrcGRAV </fc>**\\ 
 +Der TrcGRAF ist ein Sonderfall des TrcACC. Er ist ein kTrc der die Terz aufsteigt und um die Sekund fälltEr ist in gewisser Weise die Steigerung des TrcACC. 
  
 +=== TrcFSE === 
 +**<fc #008080>Torculus am Satzende = Torculus finalis sententiae = TrcFSE</fc>**\\
 +Der Satzende-Torculus (finalis sententiae) ist immer ein nicht kurrenter Torculus (nkTrc 123). Er steht immer, unabhängig von Akzenten, auf der vorletzten Silbe und beendet einen Satz. Meist steht er auf der Finalis. \\
 +Die übliche Sekund-Bewegung kann durch Quilisma zur Terz erweitert sein, dann gibt er dem Satz Nachdruck (vide RP [[ant:7040]] et  [[ant:7050]], [[grad:0040]])\\
 [[grad:0002]] "eru**bes**cam", "non confun**den**tur", [[grad:0034]] "usque in sae**cu**lum" [[grad:0002]] "eru**bes**cam", "non confun**den**tur", [[grad:0034]] "usque in sae**cu**lum"
 +Der TrcFSE ist eine Neume der RP, der IN, OF + CO, auch der AL. In den AN kommt er nicht vor.
  
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 ===== Trc i.d. ===== ===== Trc i.d. =====
  
-<fc #008080>Torculus initio debilis (Trc i.d.) - Torculus specialis</fc>+**<fc #008080>Torculus initio debilis (Trc i.d.) - Torculus specialis</fc>**
  
 Die adiastematischen Neumen der St.Galler Handschriften notieren weniger Tonhöhen, als vielmehr den Tonwert der Neumen/Silben. Wie dieser Tonwert zu verstehen ist, war 100 Jahre Streitpunkt der Wissenschaft. Wo Solesmes sich mit der **Zählmethode von Solesmes** in die "egalité aller Töne" flüchtete, und die zünftige Musikwissenschaft sich in Modelle **proportionaler Erklärungsmodelle** (Viertel,Achtel,Halbe) flüchtete, erkannte **Eugene Cardine** als erster den //Silbenwert// der Töne und Neumen. Um proportionales und egalistisches Vorverständnis a priori auszuschließen, sprechen wir heute im Choral von "**Artikulation**" an Stelle von Rhythmus.  Die adiastematischen Neumen der St.Galler Handschriften notieren weniger Tonhöhen, als vielmehr den Tonwert der Neumen/Silben. Wie dieser Tonwert zu verstehen ist, war 100 Jahre Streitpunkt der Wissenschaft. Wo Solesmes sich mit der **Zählmethode von Solesmes** in die "egalité aller Töne" flüchtete, und die zünftige Musikwissenschaft sich in Modelle **proportionaler Erklärungsmodelle** (Viertel,Achtel,Halbe) flüchtete, erkannte **Eugene Cardine** als erster den //Silbenwert// der Töne und Neumen. Um proportionales und egalistisches Vorverständnis a priori auszuschließen, sprechen wir heute im Choral von "**Artikulation**" an Stelle von Rhythmus. 
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-=== POR urg ===+=== PRR urg ===
  
 [[ant:1416]] "ocu-//li// tui" [[ant:1416]] "ocu-//li// tui"
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 **<fc #ff0000>CAD mikro</fc>** **<fc #ff0000>CAD mikro</fc>**
  
-==== PorPrp ====+==== PrrPrp ====
 **Porrectus praepunctis**\\ **Porrectus praepunctis**\\
 **G-Por** **G-Por**
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 Der ScaFlx 1234 [[neuma:scaflx_1234|Doppelpunkt]] Scandicus flexus nicht kurrent Der ScaFlx 1234 [[neuma:scaflx_1234|Doppelpunkt]] Scandicus flexus nicht kurrent
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-==== Clm res ====  +==== ClmRes ====  
  
 Der Climacus resupinus (**<fc #4682b4>ClmRes</fc>**) ist eine Neume des Protus und eher selten.   Der Climacus resupinus (**<fc #4682b4>ClmRes</fc>**) ist eine Neume des Protus und eher selten.  
neumen/neuma.1774339629.txt.gz · Zuletzt geändert: von xaverkainzbauer

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