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neumen:liqueszenz

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 ===== Cephalicus ===== ===== Cephalicus =====
  
- +Unter dem Köpfchen des Cephalicus können nur zwei Buchstaben stehen: sursum oder inferius. //sursum// fordert viel Klang ein, während //inferius// einen eher lautlosen Stau fordert. 
- +
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-Unter dem Köpfchen des Cephalicus können nur zwei Buchstaben stehen: sursum oder inferius. sursum fordert viel Klang ein, während inferius einen eher lautlosen Stau fordert. +
 ===== Epiphonus ===== ===== Epiphonus =====
  
 Dasselbe gilt für den Epiphonus. Die Akzentuierung, die üblicherweise durch einen zusätzlichen höheren Ton geschieht, soll hier zurückgenommen, aber trotz des Verzichts auf den höheren Ton gehört, mitgedacht sein. (cf. 1MED nov [[ant:1730]]). Dasselbe gilt für den Epiphonus. Die Akzentuierung, die üblicherweise durch einen zusätzlichen höheren Ton geschieht, soll hier zurückgenommen, aber trotz des Verzichts auf den höheren Ton gehört, mitgedacht sein. (cf. 1MED nov [[ant:1730]]).
 +{{ :neumen:rp7_di_7283_etc..png?230|}}
 Der Name "Epihonus" (gr.: epi-phonein: heraus-, dazu- klingen) ist problematisch, weil gerade dieses Zeichen ausdrücken soll, dass //kein// weiterer Ton zum Grundton dazu- oder aus dem Grundton herausklingen soll. Besonders deutlich wird das in den Rezitationen der Responsoria a.e.: RP A:[[ant:7179]]"Deus canti-//cum// novum".  Alle jüngeren Quellen und MR singen hier Pes. Tol, Bv und H verneinen das mittels Epiphonus. Ähnlich [[ant:7235]] "Dulce //lig//-num dulces clavos" Hier notieren die jüngeren Handschriften und Bv einen Pes, mittels Epiphonus negieren dies MR, H und Tol (vide et [[ant:7347]] "//arch//-angelus", [[ant:7200]] "Disrumpam //vin//-cula" etc.). Der Epiphonus //verhindert// also einen zweiten Ton, einen Pes. Irgendwann im 11./12.Jh geht das Wissen darum verloren. Während in Toledo der liqueszente Strich des Epiphonus einfach ausrinnt, notiert Fo2 eine  eindeutigen Schlusspunkt des Epiphonus. Der Name "Epihonus" (gr.: epi-phonein: heraus-, dazu- klingen) ist problematisch, weil gerade dieses Zeichen ausdrücken soll, dass //kein// weiterer Ton zum Grundton dazu- oder aus dem Grundton herausklingen soll. Besonders deutlich wird das in den Rezitationen der Responsoria a.e.: RP A:[[ant:7179]]"Deus canti-//cum// novum".  Alle jüngeren Quellen und MR singen hier Pes. Tol, Bv und H verneinen das mittels Epiphonus. Ähnlich [[ant:7235]] "Dulce //lig//-num dulces clavos" Hier notieren die jüngeren Handschriften und Bv einen Pes, mittels Epiphonus negieren dies MR, H und Tol (vide et [[ant:7347]] "//arch//-angelus", [[ant:7200]] "Disrumpam //vin//-cula" etc.). Der Epiphonus //verhindert// also einen zweiten Ton, einen Pes. Irgendwann im 11./12.Jh geht das Wissen darum verloren. Während in Toledo der liqueszente Strich des Epiphonus einfach ausrinnt, notiert Fo2 eine  eindeutigen Schlusspunkt des Epiphonus.
 +
 +Der Epiphonus löscht ganze Formeln aus.\\
 +RP [[ant:7335]]"reco-len-tes", "[[ant:7254]] "Sicut ser-//pen//-tes" wird die CAD 8C/4C v verkürzt, die in den Parallelstellen voll auszusingen ist: [[ant:7283]] etc.
  
 ==== Epiphonus in  Fo2 ==== ==== Epiphonus in  Fo2 ====
neumen/liqueszenz.1737373397.txt.gz · Zuletzt geändert: von xaverkainzbauer

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