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gr_indiv:0980

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 [[0567|OF]] – [[0979|V1]] – **<fc #BD0C11>V2</fc>** <fc #ffffff>xxx</fc> [[grad:0980|⏹️]] [[0567|OF]] – [[0979|V1]] – **<fc #BD0C11>V2</fc>** <fc #ffffff>xxx</fc> [[grad:0980|⏹️]]
-<fc #ffffff>xxx</fc>  <fc #4682b4>Tibi soli peccavi</fc>+<fc #ffffff>xxx</fc> OT 36 - ON xx - BzG 72/9
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 <fc #4682b4>"co-//ram//"</fc> BzG argumentieren für einen Pes "re-mi" mit vergleichbaren Stellen in A und Y (= 11.Jh). Diese Quellen sind längst einer Tonleiter-Ideologie anhängend: jedes größere Intervall, Terz aufwärts, muss zur Tonleiter aufgefüllt werden (Plerosis).\\ <fc #4682b4>"co-//ram//"</fc> BzG argumentieren für einen Pes "re-mi" mit vergleichbaren Stellen in A und Y (= 11.Jh). Diese Quellen sind längst einer Tonleiter-Ideologie anhängend: jedes größere Intervall, Terz aufwärts, muss zur Tonleiter aufgefüllt werden (Plerosis).\\
 Der Pes wird von uns analog zum [[formulae:alloq|alloquium]] behandelt: Der erste Ton ist ganz leicht, bloß ein Portamento das sicher keine eigene Tonstufe etablieren kann, daher der unisonische Anschluss zur vorhergehenden Neume.\\ Der Pes wird von uns analog zum [[formulae:alloq|alloquium]] behandelt: Der erste Ton ist ganz leicht, bloß ein Portamento das sicher keine eigene Tonstufe etablieren kann, daher der unisonische Anschluss zur vorhergehenden Neume.\\
-Kl + Mod heben den Zielton des Pes zum "fa", um die Halbtonspannung zu vermeiden (do-Revision), Kl hebt den ganzen TerzPes (!). Beide verändern auch noch die folgende Halbtonbewegung auf "//fe//-ci" "mi-fa-mi-do" zu "**fa-fa**-mi-do" aus dem selben Grund. +Kl + Mod heben den Zielton des Pes zum "fa", um die Halbtonspannung zu vermeiden (do-Revision), Kl hebt den ganzen TerzPes (!). Beide verändern auch noch die folgende Halbtonbewegung auf "//fe//-ci" "mi-fa-mi-do" zu "**fa-fa**-mi-do" aus dem selben Grund.\\ 
- +<fc #4682b4>"do-//mi//-ne"</fc> Die Neume ist ebenso eine ClvSpp wie im folgenden Wort "ser-//mo//-nibus", 4tonig mit 5 Positionen, das Quilisma steht an dritter Position. L hat nur 4 Töne, MR schreibt Quilisma an dritter Position wie auch E. Durch die Schreibregeln in E entsteht auf der 4. und 5. Position ein "Pes disgregatus". In Bv34 und A sind Position 3 und 4 bereits ´normale´ Töne, Y schreibt jedoch Quilisma, allerdings auf der 4.Position: die do-Revision hat sich bereits durchgesetzt. Die Verdoppelung des letzten Tons in Kl und Mp ist ein Rest des QuilismaErsatzes, wie er in Ka systematisch vorkommt. Hier ist die Position des Quilisma allerdings nicht mehr leer.\\
-<fc #4682b4>"do-//mi//-ne"</fc> Die Neume ist ebenso eine ClvSpp wie im folgenden Wort "ser-//mo//-nibus", 4tonig mit 5 Positionen, das Quilisma steht an dritter Position. L hat nur 4 Töne, MR schreibt Quilisma an dritter Position wie auch E. Durch die Schreibregeln in E entsteht auf der 4. und 5. Position ein "Pes disgregatus". In Bv34 und A sind Position 3 und 4 bereits ´normale´ Töne, Y schreibt jedoch Quilisma, allerdings auf der 4.Position: die do-Revision hat sich bereits durchgesetzt. Die Verdoppelung des letzten Tons in Kl und Mp ist ein Rest des QuilismaErsatzes, wie er in Ka systematisch vorkommt. Hier ist die Position des Quilisma allerdings nicht mehr leer. +
 <fc #4682b4>"//in// sermonibus"</fc> Der mögliche [[neumen:neuma#trc_int]], in E alternativ notiert, wird hier grundsätzlich mit Quart notiert, um für die Aufführungspraxis klar zu machen, dass der "erste Ton" des Trc keinen fixen Tonort besitzt, er ist ein portamento. Hier einer der Fälle, wo sich der Intonationstorculus von 3 Tönen auf nur mehr einen Ton reduziert hat. Nur mehr der mittlere Ton ist übrig und trotzdem denkt der Sänger den ganzen Trc mit. Ein eindringliches Beispiel, wie sehr sich "Sprachkunst", der "cantus gregorianus" einer Reduzierung auf "Töne" widersetzt. <fc #4682b4>"//in// sermonibus"</fc> Der mögliche [[neumen:neuma#trc_int]], in E alternativ notiert, wird hier grundsätzlich mit Quart notiert, um für die Aufführungspraxis klar zu machen, dass der "erste Ton" des Trc keinen fixen Tonort besitzt, er ist ein portamento. Hier einer der Fälle, wo sich der Intonationstorculus von 3 Tönen auf nur mehr einen Ton reduziert hat. Nur mehr der mittlere Ton ist übrig und trotzdem denkt der Sänger den ganzen Trc mit. Ein eindringliches Beispiel, wie sehr sich "Sprachkunst", der "cantus gregorianus" einer Reduzierung auf "Töne" widersetzt.
  
 +  V2. An dir allein habe ich gesündigt / und das Böse vor dir tat ich,\\
 +  erbarme dich meiner / damit du gerechtfertigt würdest / Herr, 
in deinen Worten.
 +  
 +  V2. I have sinned against you alone / and I have done evil in your sight,\\
 +  have mercy on me / so that you may be justified / Lord, in your words.
  
-------- +<fc #4682b4>“co-//ram//”</fc> BzG argue for a pes “re-mi” with comparable positions in A and Y (= 11th century). These sources have long adhered to a scale ideology: every major interval, third upward, must be filled in to the scale (plerosis).\\ 
-V2An dir allein habe ich gesündigt / und das Böse vor dir tat ich,\\ +We treat the pes analogously to the [[formulae:alloq|alloquium]]: the first note is very light, merely a portamento that certainly cannot establish its own pitch, hence the unison connection to the preceding neume.\\ 
-erbarme dich meiner damit du gerechtfertigt würdest Herrin deinen Worten. +Kl + Mod raise the target note of the pes to “fa” to avoid the semitone tension (do revision), Kl raises the whole third pes (!). Both also change the following semitone movement to “//fe//-ci” “mi-fa-mi-do” to “**fa-fa**-mi-do” for the same reason.\\ 
- +<fc #4682b4>“do-//mi//-ne”</fc> The neume is also a ClvSpp, as in the following word “ser-//mo//-nibus,” 4-tone with 5 positionsthe quilisma is in third positionL has only 4 tones, MR writes Quilisma in the third position, as does EThe writing rules in E result in a “Pes disgregatus” in the 4th and 5th positions. In Bv34 and A, positions 3 and 4 are already ‘normal’ tones, but Y writes Quilisma, albeit in the 4th position: the do revision has already become established. The doubling of the last tone in Kl and Mp is a remnant of the Quilisma replacementas it occurs systematically in Ka. Here, however, the position of the Quilisma is no longer empty.\\ 
-V2I have sinned against you alone / and I have done evil in your sight,\\ +<fc #4682b4>//in// sermonibus”</fc> The possible [[neumen:neuma#trc_int]]alternatively notated in E, is generally notated here with a fourth in order to make it clear for performance practice that the “first note” of the Trc does not have a fixed pitch; it is a portamentoThis is one of the cases where the intonation torculus has been reduced from 3 notes to just one. Only the middle note remains, and yet the singer still thinks the whole Trc. This is a striking example of how much “linguistic art,” the “cantus gregorianus,” resists reduction to “notes.”
-have mercy on me so that you may be justified Lord, in your words. +
-------- +
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 {%syn:analyse:grad:0980%} {%syn:analyse:grad:0980%}
gr_indiv/0980.1752227995.txt.gz · Zuletzt geändert: 2025/07/11 11:59 von xaverkainzbauer

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