| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung |
| gr_indiv:0761 [2026/09/19 11:23] – xaverkainzbauer | gr_indiv:0761 [2026/09/19 11:47] (aktuell) – xaverkainzbauer |
|---|
| ------- | ------- |
| <fc #6495ed>7. Modus mit starkem Anteil des 3. Modus.</fc>\\ | <fc #6495ed>7. Modus mit starkem Anteil des 3. Modus.</fc>\\ |
| ad **NMA manducat** vide et [[gr_indiv:0716]] | ad **NMA manducat** vide et [[gr_indiv:0716]] |
| |
| <fc #4682b4>“Vox”</fc> zwei Töne? Wenn es stimmt, daß Kl die richtige Tonanzahl bringt (so in den Gregorianikkursen Essen), dann ist die Virga strata als Virga (1 Ton) zu verstehen, die durch einen hinzugefügten Oriscus näherhin bestimmt (definiert) wird (beachte auch die Graphie in MR). Im vorliegenden Fall ist dieser eine Ton lang, sehr lang ( Episem+tenete), aber trotzdem nur 1 Ton (keine Reperkussion). Die Virga strata kündigt hier den äußerst ungewöhnlichen Anfang einer Antiphon im 7.Modus an: ohne Intonation (weder von sol, noch von do) Beginn auf der Rezitation re! | <fc #4682b4>“Vox”</fc> zwei Töne? Wenn es stimmt, daß Kl die richtige Tonanzahl bringt (so in den Gregorianikkursen Essen), dann ist die Virga strata als Virga (1 Ton) zu verstehen, die durch einen hinzugefügten Oriscus näherhin bestimmt (definiert) wird (beachte auch die Graphie in MR). Im vorliegenden Fall ist dieser eine Ton lang, sehr lang ( Episem+tenete), aber trotzdem nur 1 Ton (keine Reperkussion). Die Virga strata kündigt hier den äußerst ungewöhnlichen Anfang einer Antiphon im 7.Modus an: ohne Intonation (weder von sol, noch von do) Beginn auf der Rezitation re! |
| |
| <fc #4682b4>“//au//-dita est”</fc> Isolierter Oriscus Abgesehen davon, daß die Melodie nachher nicht tiefer weitergeht, ist der Oriscus kein Grund, eine Liqueszenz zu schreiben. Seine Aufgabe ist wohl zu verhindern, daß bereits “ploratus” oder “ululatus” zu stark betont werden. der Sprachbogen muß mindestens bis “rachel” reichen. | <fc #4682b4>“//au//-dita est”</fc> Isolierter Oriscus Abgesehen davon, daß die Melodie nachher nicht tiefer weitergeht, ist der Oriscus kein Grund, eine Liqueszenz zu schreiben. Seine Aufgabe ist wohl zu verhindern, daß bereits “ploratus” oder “ululatus” zu stark betont werden. der Sprachbogen muß mindestens bis “rachel” reichen.\\ |
| <fc #4682b4>“au-//di//-ta est”</fc> Der klassische k Pes mit unsionischem Anschluß zur vorherigen Neume. Er ist immer sehr leicht. Der nicht unisonische Terzpes in Bv könnte ein Hinweis auf die Leichtigkeit und Unbestimmtheit des ersten Pestons im k Pes sein. Gleiche Situation bei “vox in ra-ma” | <fc #4682b4>“au-//di//-ta est”</fc> Der klassische k Pes mit unsionischem Anschluß zur vorherigen Neume. Er ist immer sehr leicht. Der nicht unisonische Terzpes in Bv könnte ein Hinweis auf die Leichtigkeit und Unbestimmtheit des ersten Pestons im k Pes sein. Gleiche Situation bei “vox in ra-ma” |
| |
| <fc #4682b4>“u-lu-la-tus”</fc> Die beiden Virgae stratae haben unterschiedliche Bedeutung! | <fc #4682b4>“ú-lu-la-tus”</fc> Die beiden Virgae stratae haben unterschiedliche Bedeutung! |
| “ú-lu-latus” Nach der Rezitation re kommt nun Rezitation do. Die Virga strata etabliert die Ebene do. Alle irgendwie relevante Hss (A+Y+Bv34+Kl) sehen das als nur 1 Ton (siehe “vox”). | “ú-//lu//-latus” Nach der Rezitation re kommt nun Rezitation do. Die Virga strata etabliert die Ebene do. Alle relevanten Hss (A+Y+Bv34+Kl) sehen das als nur //einen// Ton (vergleiche “vox”).\\ |
| “u-lu-la-tus” Der k Halbton-Pes si-do hat einen ersten Ton, der fast nur ein Schleifer (portamento) ist (k Pes). Kl sieht diese Silbe auch nur als 1 Ton. Die beiden virgae stratae zeigen also eine spezielle Klangqualität der beiden (praktisch Einton-)Silben. Während die erste Silbe sehr bestimmt angesungen wird, wird die zweite Silbe von unten angeschliffen. Keinesfalls sind hier zwei Halbtonpedes zu singen. | <fc #4682b4>“u-lu-//la//-tus”</fc> Der mögliche k Halbton-Pes //si-do// hat einen ersten Ton, der fast nur ein Schleifer (portamento) ist (k Pes). Kl sieht auch diese Silbe als nur einen Ton. ERs stellt sich die Frage, ob die zweite Virga strata nicht Signal für den Terzfall ist wie bei "fili-os". |
| |
| <fc #4682b4>“ra-chel”</fc> Die Verdoppelung des Gipfeltons do verschweigt das GT. Das Quilisma ist in Ch + MR ein Ton | <fc #4682b4>“ra-chel”</fc> Die Verdoppelung des Gipfeltons //do// verschweigt das GT. Das Quilisma ist in Ch + MR ein Ton. |
| |
| <fc #4682b4>“filios su-os”</fc> Der Torculus is in Bv34 zum do geführt! Daß Kl das bestätigt ist nicht zwingend (greg.Choraldialekt), aber Ch schreibt eine levare tenete (lt) und bestätigt damit das do. MR schreibt ein Quilisma; sic! \\ | <fc #4682b4>“filios su-os”</fc> Der Torculus is in Bv34 zum do geführt! Daß Kl das bestätigt ist nicht zwingend (greg.Choraldialekt), aber Ch schreibt eine levare tenete (lt) und bestätigt damit das do. MR schreibt ein Quilisma; sic! \\ |
| |
| ------- | ------- |
| {%syn:analyse:grad:0762%} | {%syn:analyse:grad:0761%} |
| |