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cento_an:an2_o_b

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 • Akzent Virga "re",\\ • Akzent Virga "re",\\
 • die letzte Silbe Tractulus führt zum "do" und ist somit [[formulae:colon]].\\ • die letzte Silbe Tractulus führt zum "do" und ist somit [[formulae:colon]].\\
-Die einleitende Rezitation "re" hebt Akzente mit kPes zum mi hervor. Der etwaige Akzent des vorletzten Wortes kann, bei wichtigen Worten (réx, sígnum, altíssimus), auch Virga mi sein: eintoniger Pes.\\ +Die einleitende Rezitation "re" hebt Akzente mit kPes zum mi hervor.\\ 
-Dieses festgefügte Schema gilt jedoch nur in den älteren Hss und damit auch nur in den älteren (originalen, aus dem 6.Jh stammenden?) Antiphonen. +Dieses festgefügte Schema gilt jedoch nur in den älteren Hss und damit auch nur in den älteren (originalen, aus dem 6.Jh stammenden?O-Antiphonen. Allerdings gibt es auch in den authentischen O-Antiphonen vier Fälle die variieren:\\ 
 +• [[ant:0123]] + [[ant:0125]] enden mit dem hebräischen Namen "israél", also Oxytonon; die Töne der beiden Pedes werden neu zusammengesetzt: „mi - Clv fa-re - mi“. In\\ 
 +• [[ant:0650]] „Inito consilio“ könnte der Cento formal richtig komponiert sein; das hätte 
 +aber eine langweilige gleichwertige Wiederholung der beiden Akzente „venénum - vínum“ zur Folge. Auch hier bleiben die ursprünglichen Töne erhalten, nur mi und fa werden vertauscht. \\ 
 +• [[ant:0165]]   wird das Wort „aeternum“ mit nk Trc auf der Akzentsilbe ausgebreitet, die erste Silbe des Wortes liegt auf “fa“. Die Rezitation „re“ ist stark vom Unterschwung „do“ geprägt.\\ 
 +{{:cento_an:an2_o_b_ficito.png?400 |}} 
 +Welche Veränderung innerhalb des stylus verbo-melodio vor sich gegangen ist wird sichtbar, wenn man den Text „nó-mi-ne pás-sa es“ nach den ursprüglichen Regeln (samt klassischer Elision) zu melodisieren versucht: Aus einem rein silbenzählenden Modell wird ein den Akzenten entsprechendes Konstrukt, nahezu schon individuell komponiert. 
  
 [[ant:5444]] (T2 solo) „Et erat beatissimus“ und [[ant:3754]] „O caelorum domine“ setzen auf die vorletzte Silbe eine Clivis, einmal als Akzentsilbe einmal Binnensilbe des PPO.\\ [[ant:5444]] (T2 solo) „Et erat beatissimus“ und [[ant:3754]] „O caelorum domine“ setzen auf die vorletzte Silbe eine Clivis, einmal als Akzentsilbe einmal Binnensilbe des PPO.\\
 Benevent macht aus dem nk Pes mi-fa auch in den „originalen“ Antiphonen einen Torculus und aus der vorletzen Silbe oft eine Clivis. Dazu kommt einige Male als letzes Wort PPO ([[ant:4293]], [[ant:5644)]].  Benevent macht aus dem nk Pes mi-fa auch in den „originalen“ Antiphonen einen Torculus und aus der vorletzen Silbe oft eine Clivis. Dazu kommt einige Male als letzes Wort PPO ([[ant:4293]], [[ant:5644)]]. 
  
-Zusammengefasst: eine starre viersilbige Formel, die nur bestimmte Akzentstrukturen erlaubt, löst sich im späteren Verlauf des 11.Jh völlig auf.+Zusammengefasst: eine starre viersilbige Formel, die nur bestimmte Akzentstrukturen erlaubt, löst sich im späteren Verlauf des 11.Jh völlig auf.\\ 
 +[[ant:0164]]  ist eigentlich kein **AN2 o B** mehr, der Cento löst sich in Richtung **1TER conc** auf.
  
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 === B === === B ===
 {{:cento_an:an2_o_b_tabelle.png?600|}} {{:cento_an:an2_o_b_tabelle.png?600|}}
cento_an/an2_o_b.1719643927.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)

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