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| ====== Katabasis ====== | ====== Katabasis ====== |
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| Eine wesentliche Formel des Protus plagalis ist der Abstieg bis zur Quart unter die Finalis, bis zur Grenze des Tonraumes "La". Diese Formel, manchmal nur ein bis zwei Neumen, manchmal aber fast ein ganzer Cento, wird gar nicht so häufig eingesetzt (in IN und CO zusammen um die 30x, in den AN aber knapp 150x). Sie vertont wesentliche Texte, gibt ihnen Gewicht, Breite, Bedeutung, ohne sie zu betonen.\\ | {{ :cento:gph_2kat_synops.png?300|}} |
| | Eine wesentliche Formel des Protus plagalis ist der Abstieg bis zur Quart unter die Finalis, bis zur Grenze des Tonraumes "La". Diese Formel, manchmal nur ein bis zwei Neumen, manchmal aber fast ein ganzer Cento, wird gar nicht so häufig eingesetzt (in IN und CO zusammen um die 30x, in den AN aber knapp 150x). Die Formel vertont wesentliche Texte, gibt ihnen Gewicht, Breite, Bedeutung, ohne sie zu betonen.\\ |
| Ob nun Abstieg oder/und Aufstieg (katabasis - anabasis), beide erfüllen diese Funktion und werden aus Gründen der Systematik nicht weiter unterschieden. | Ob nun Abstieg oder/und Aufstieg (katabasis - anabasis), beide erfüllen diese Funktion und werden aus Gründen der Systematik nicht weiter unterschieden. |
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| Ausgangspunkt der Katabasis ist das grundsätzlich unbetonte aufsteigende Incipit des Protus ”La-do-re“. Dem “do“ kann ein Akzentpes aufgesetzt sein ("re-mi“) oder es kann durch Trc GRAV ("do-mi-re) ersetzt sein. Das “La“ kann verstärkt werden, indem es mit "re" zur Clivis "re-La" erweitert wird. Damit ist der Weg geebnet für den absteigenden Gebrauch der Katabasis: "re-do-La" (0153 “Terriblis“) und des PesSbp "(0163 "do-re-do-La" "Vultum"). Durch Trennung und Verbindung (Diärese und Krasis) der Neumen je nach Textsituation, werden vielfältige Varianten möglich. Ebenso bieten Kurrenz und Nicht-Kurrenz zusätzliche Modifizierungen der Katabasis. | Ausgangspunkt der Katabasis ist das grundsätzlich unbetonte aufsteigende Incipit des Protus ”La-do-re“. Dem “do“ kann ein Akzentpes aufgesetzt sein ("re-mi“) oder es kann durch Trc GRAV ("do-mi-re) ersetzt sein. Das “La“ kann verstärkt werden, indem es mit "re" zur Clivis "re-La" erweitert wird. Damit ist der Weg geebnet für den absteigenden Gebrauch der Katabasis: "re-do-La" (0153 “Terriblis“) und des PesSbp "(0163 "do-re-do-La" "Vultum"). Durch Trennung und Verbindung (Diärese und Krasis) der Neumen je nach Textsituation, werden vielfältige Varianten möglich. Ebenso bieten Kurrenz und Nicht-Kurrenz zusätzliche Modifizierungen der Katabasis. |
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| | Der Vergleich macht offensichtlich, dass die Liqueszenz ein Auslassungszeichen ist.\\ |
| | 0034,0698 - 0109 - 0164 - 0156 "qui //se//-des" = "//ad// te" - 0688, 0093 |
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