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cento:centol_rp

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cento:centol_rp [2024/12/10 10:24] xaverkainzbauercento:centol_rp [2026/04/30 08:50] (aktuell) – [Zur Centologie der Responsorien] xaverkainzbauer
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 Die drei Perioden des Responsoriums entsprechen sehr oft den drei Schritten der Oration:\\  Die drei Perioden des Responsoriums entsprechen sehr oft den drei Schritten der Oration:\\ 
 **Anrede - Aussage - Bitte**.\\ **Anrede - Aussage - Bitte**.\\
 +Anaklese - Anamnese - Epiklese\\
 +
 Damit zusammenhängend wiegen die Texte der  1. und 3. Periode grundsätzlich schwerer als der Text der 2. Periode. Die Centones B und F, die Schlüsse der 1. und 3. Periode, sind melodisch ident. In unserer Darstellung sind die beiden Centones der 2. Periode rund dargestellt, diejenigen der 1. und 3. Periode eckig.   Damit zusammenhängend wiegen die Texte der  1. und 3. Periode grundsätzlich schwerer als der Text der 2. Periode. Die Centones B und F, die Schlüsse der 1. und 3. Periode, sind melodisch ident. In unserer Darstellung sind die beiden Centones der 2. Periode rund dargestellt, diejenigen der 1. und 3. Periode eckig.  
  
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 Die zweite allgemeine Eigenschaft des Repertoires betrifft alle CAD, nicht nur die Haupt-CAD, das\\ Die zweite allgemeine Eigenschaft des Repertoires betrifft alle CAD, nicht nur die Haupt-CAD, das\\
 ◼️ **colon**\\ ◼️ **colon**\\
-Soll eine CAD-Formel nicht wirklich abschließen, sondern fragend enden, oder doch nach der Frage weiterführen, so wird im DT die Clivis fa-mi zum Pes mi-fa (strophisch mi-mi-fa; vulgo: Einklangsscandicus) umgewandelt e.g.: [[ant:7002]] "omnis terra <fc #ff0000>:</fc>", [[ant:7417]] "herodem <fc #ff0000>:</fc>" Ähnlich wird in den anderen Tonalitäten die Clivisbewegung umgedreht, (z.B. TT la-sol zu sol-la) e.g.: [[ant:7007]] "meos <fc #ff0000>:</fc>"  oder zum ScaFlx weitergeführt (sol-la-si-la)  e.g.: [[ant:7044]] "ignoro <fc #ff0000>:</fc>", [[ant:7003]] "levavi<fc #ff0000>:</fc>".\\+{{ :cento:rp_colon.png?300|}} 
 +Soll eine CAD-Formel nicht wirklich abschließen, sondern fragend enden, oder doch nach der Frage weiterführen, so wird im DT die Clivis fa-mi zum Pes mi-fa (strophisch mi-mi-fa; vulgo: Einklangsscandicus) umgewandelt e.g.: [[ant:7002]] "omnis terra <fc #ff0000>:</fc>", [[ant:7417]] "herodem <fc #ff0000>:</fc>" Ähnlich wird in den anderen Tonalitäten die Clivisbewegung umgedreht, (z.B. TT la-sol zu sol-la) e.g.: [[ant:7005]] "meos <fc #ff0000>:</fc>"  oder zum ScaFlx weitergeführt (sol-la-si-la)  e.g.: [[ant:7044]] "ignoro <fc #ff0000>:</fc>", [[ant:7003]] "levavi<fc #ff0000>:</fc>".\\ 
 Diese Doppelpunktformel (das Umdrehen der Clivis zum Pes) wird in den folgenden Listen aus Übersichtlichkeitsgründen nur im Text durch Doppelpunkt dargestellt und in den Noten vernachlässigt.\\ Diese Doppelpunktformel (das Umdrehen der Clivis zum Pes) wird in den folgenden Listen aus Übersichtlichkeitsgründen nur im Text durch Doppelpunkt dargestellt und in den Noten vernachlässigt.\\
 +
 Es gibt weitere Möglichkeiten das colon darzustellen, diese werden an anderem Ort vorgestellt. Es gibt weitere Möglichkeiten das colon darzustellen, diese werden an anderem Ort vorgestellt.
  
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 ◼️ **Normtext**\\ ◼️ **Normtext**\\
-Es ist nicht unsere Absicht **den** Cantus Gregorianus zu restituieren. Der Cantus hat sich über mehr als ein Jahrtausend verändert, Zeitströmungen angepasst, wurde verändert (do-Revision), angereichert (pl__é__rosis), vereinfacht (Zisterzienserreform), im Repertoire erweitert und so fort. Wir erstellten einen Normtext nach **codex Hartker** und versuchen einen möglichst frühen Zustand des Cantus zu fixieren. \\+Es ist nicht unser Ziel **den** Cantus Gregorianus zu restituieren. Der Cantus hat sich über mehr als ein Jahrtausend verändert, Zeitströmungen angepasst, wurde verändert (do-Revision), angereichert (pl__é__rosis), vereinfacht (Zisterzienserreform), im Repertoire erweitert und so fort. Wir erstellten einen Normtext nach **codex Hartker** und versuchen einen möglichst frühen Zustand des Cantus zu fixieren. \\
 Wir berücksichtigen die **Artikulation**, den Sprachrhythmus wie er (nur) aus den ältesten adiastematischen Neumen ablesbar ist.\\ Wir berücksichtigen die **Artikulation**, den Sprachrhythmus wie er (nur) aus den ältesten adiastematischen Neumen ablesbar ist.\\
 Die bisher gängigen Transkriptionen der **Melodie** stützen sich hauptsächlich auf die diastematischen Quellen des 12.Jh.\\  Die bisher gängigen Transkriptionen der **Melodie** stützen sich hauptsächlich auf die diastematischen Quellen des 12.Jh.\\ 
cento/centol_rp.1733822686.txt.gz · Zuletzt geändert: von xaverkainzbauer

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