Inhaltsverzeichnis

⬅️ NEUMA x

SECHSSTUFIGE NEUMEN

ScaSbpRes

CAD mega 7167 „legi-time“, 0747 „die“ etc.

Diese Neume bildet mit der üblichlicherweise folgenden Clivis die häufigste Kadenz des Repertoires, die Kadenz mega. In St.Gallen ist sie immer am Gipfelton artikuliert (Virga mit Episem), die beiden Töne davor sind fast immer mit Punktum notiert, das heißt, sie beschleunigen zum Gipfelton hin. Sehr selten wird die CAD mit Strichlein (Tractulusgraphien) eingeleitet. Die gesamte CAD ist dann breit(er) zu nehmen a.e.: 0011.
MR schreibt an Stelle des einleitenden Sca einen Pes quilismaticus. Es handelt sich dabei nicht um eine andere Neume, sondern man könnte den qPes in MR als die nicht kurrente Form, des sehr kurrenten Sca in St.Gallen bezeichnen. Nicht verwechseln sollte man diese Neume mit der CAD micro.
Über diesen Unterschied an der grundsätzlich selben Neume hinaus, verwendet MR sehr oft an Stellen, wo St.Gallen CAD mega schreibt CAD micro. Möglicherweise manifestiert sich hier eine Diskrepanz zwischen westlicher frOc-Tradition und östlicher frOr-Tradition.

Die CAD mega steht vor allem im Mess-Repertoire keineswegs nur am Ende, sie kann ein wichtiges Wort innerhalb des Satzes, oder auch am Anfang abrunden, ausbreiten, a.e.: 0686, 0689, 0710.

Die CAD mega D (über die große Terz = Dur) ist die Kadenz des 5., 6., 7. und 8. Modus.
Die CAD mega m (über die kleine Terz = moll) ist die Kadenz des 1. und 2. Modus.
Im 3. und 4. Modus nimmt diese Funktion die CAD dt ein.

7335 „mun-di“ nk Einstieg !


PesSbpResFlx

Trc+Trc mit Osc verbunden CAD TrcTrc

1028 „me“


PesSbpSpp

NMA verb 8

Hebt im 8. Modus ein wichtiges Wort hervor. Steht üblicherweise in Verbindung mit Cento Ω.


PrrSbpRes

Leitet im Cento RP8 Ω mehrmals INCCAD ein, wenn darauf ein PO folgt. Folgt PPO, so übernimmt diese Aufgabe die Bivirga subpunctis.